Schwul Reisen, wie sich die (Reise)Welt verändert

Es gibt viele Dinge auf der Welt, die offiziell ganz wunderbar funktionieren, Gleichberechtigung zum Beispiel. Auf dem Papier haben Männer und Frauen dieselben Chancen auf einen Arbeitsplatz und verdienen auch für die gleiche Leistung dasselbe. Ein anderes Beispiel sind homosexuelle Menschen. Rein offiziell ist die Gesellschaft mittlerweile sehr tolerant, schwul oder lesbisch zu sein ist nichts Skandalöses mehr. Die Realität sieht jedoch meist anders aus, vor allem in sehr ländlichen Gebieten. Da wird ein Mitbürger schnell zum Gesprächsthema Nummer eins, wenn der sich plötzlich outet.
Umso verständlicher ist es, dass Homosexuelle sich im Urlaub gerne an solche Orte flüchten, wo sie unter Ihresgleichen sind und nicht ständig angestarrt werden. Vor allem schwule und lesbische Paare bevorzugen Hotels, die spezielle für dieses Publikum gedacht sind. So kann man in der freien Zeit in Ruhe turteln, wie alle anderen Paare auch.
Es gibt jedoch nicht nur Hotels, die hauptsächlich von Homosexuellen besucht werden, es gibt sogar ganze Feriengebiete, die dieses Ziel verfolgen. So braucht man sich nicht in der Hotelanlage zu verstecken, sondern kann auch einen entspannten Bummel an der Promenade entlang machen.
Hotels und Feriengebiete für Schwule und Lesben finden Sie unter www.gay-reiseforum.de/forum/ .Das Forum gibt nicht nur allerhand Tipps und Tricks für einen gelungenen Urlaub, hier können Sie sich auch mit anderen Mitgliedern austauschen und an wertvolle Insiderinformationen gelangen.

Die Nummer eins unter den beliebtesten Reisezielen für Schwule und Lesben ist eindeutig die USA. Das Land ist voller Kontraste, während in vielen Bundesstaaten Homosexualität absolut verteufelt wird, genießen Bewohner anderer Staaten eine große Portion Toleranz.
Innerhalb der USA gibt es dagegen wiederum eine Menge lohnender Reiseziele für homosexuelle Urlauber. Besonders beliebt ist zum Beispiel Kalifornien. Der sonnenverwöhnte Staat dient als Zuhause für Menschen aus aller Welt, dementsprechend tolerant ist auch die Bevölkerung dort. In Kalifornien können Sie stilecht am Strand entlang spazieren, Baden gehen und rollerbladen. Wer weiß, vielleicht treffen Sie ja sogar den ein oder anderen Star?
Auch New York wird von Homosexuellen gerne besucht. Die Stadt ist ebenfalls sehr multikulturell, zudem handelt es sich um eine riesige Metropole, in der absolute Anonymität herrscht. Ein waschechter New Yorker zuckt nicht einmal mit der Wimper, wenn ein homosexuelles Pärchen an ihm vorbeiläuft. Die Menschen hier leben meist sehr für sich, dafür sind sie auch sehr tolerant und mischen sich nicht in die Angelegenheiten ihrer Mitmenschen ein.
In Las Vegas würde nicht einmal ein fliegendes Schwein besonders viel Aufmerksamkeit bekommen. Die Stadt besteht im Grunde genommen nur aus Casinos, Bars, Diskotheken und völlig ausgeflippten Shows. Ein Ausflug nach Las Vegas ist wie ein Trip auf einen anderen Planeten. Hier leben betrunkene College-Studenten neben farbenfrohen Trevestie-Künstlern und niemand scheint sich groß darum zu kümmern. In Las Vegas werden Sie zwar kaum Ruhe und Entspannung finden, dafür werden Sie als totaler Normalo durchgehen.
Allerdings müssen Sie nicht unbedingt über den großen Teich fliegen, um einen schwulenfreundlichen Urlaubsort zu finden. Auch innerhalb Europas ist es durchaus möglich, ein geeignetes Plätzchen aufzutreiben.
Ein solches gibt es ausgerechnet auf der spanischen Ferieninsel Gran Canaria, die eigentlich als die Familieninsel schlechthin gilt. Was viele nicht wissen ist jedoch, dass es auf Gran Canaria jede Menge Bars, Diskotheken und Strände für Schwule gibt. Hier kann man auch sehr gut alleine Urlaub machen und sich dann gleich den ein oder anderen Urlaubsflirt an Land ziehen.
Weitere beliebte Urlaubsziele für Schwule, ob als Pärchen oder auch allein, sind Brasilien, Mexiko und Ibiza.

Sie haben bestimmt schon einmal selbst eine Reise gebucht und sich dabei über die große Auswahl an verschiedenen Reisenanbietern gefreut. Sie haben ein und dasselbe Angebot bestimmt bei mehreren Veranstaltern entdeckt und sich dann für das günstigste entschieden.
Was für Sie natürlich super ist, stürzt viele Reiseveranstalter langsam aber sicher ins Verderben. Die Konkurrenz ist überwältigend, jeden Tag sprießen neue Veranstalter wie Pilze aus dem Boden und werben Kunden mit supergünstigen Dumpingpreisen ab.
Das betrifft übrigens nicht nur die Veranstalter, sondern auch Hotels und Reiseagenturen.
Für die Veranstalter ist es aber natürlich besonders schlimm, da sie von der Masse der vermittelten Reisen leben.
Viele Anbieter haben diesen Trend schon lange erkannt und den einzig Erfolg versprechenden Ausweg gewählt: die Spezialisierung. Ein Veranstalter kann nur überleben, wenn er etwas anbietet, was die Konkurrenz nicht hat. In diesem Fall wären es eben spezielle Reisen für Schwule. Die Zielgruppe ist zwar nicht überwältigend groß, doch da es nur wenige Anbieter auf diesem Gebiet gibt, ist der Gewinn trotzdem noch recht ordentlich.
Dabei geht ein Reiseveranstalter für Schwulenreisen genauso vor wie ein herkömmlicher Anbieter. Er wirbt an geeigneter Ort und Stelle für seine Dienste und sucht sich Hoteliers, die seine Ansichten teilen. Werbung für Schwulenreisen ist nicht besonders öffentlichkeitswirksam, man findet sie meist nur dort, wo auch speziell Schwule unterwegs sind. Zum Beispiel auf Messen, in Bars oder auch im Internet.

Wenn Sie sich jetzt vielleicht fragen, welche genaue Zielgruppe diese Veranstalter eigentlich ansprechen möchten, so werden Sie darauf wohl nirgendwo eine wirklich befriedigende Antwort finden. Wie es junge Pärchen gibt, so gibt es auch junge schwule Pärchen, die gerne Partyurlaub irgendwo im Süden machen. Und wie der Junggeselle gerne zum Skifahren in die Alpen fährt, so ist der schneesportbegeisterte Schwule mittleren Alters ebenfalls an den Liften anzutreffen.
Auch was die verschiedenen Gesellschaftsschichten anbelangt, gibt es keine Einschränkungen. Manche Schwule buchen lieber eine Schnäppchenreise oder Kreuzfahrt, während andere den teuren Luxusurlaub bevorzugen. Das einzige, was die Zielgruppe ausmacht, ist ihre sexuelle Neigung und das Bedürfnis, einmal fernab von seltsamen Blicken und bösartigen Kommentaren zu sein.

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